Bekannte Wörter aus dem Stapel nehmen
bekannte Wörter
Bekannte Wörter sind die, bei denen der Satz sitzt, nicht die, deren Übersetzung du erkannt hast. Im Stapel stören sie, wenn sie jeden dritten Tag wiederkommen und du nur noch wischt, ohne zu sprechen. Archiv ist der Ort dafür. Karteikarten bleiben erhalten. Sie sind nur nicht mehr im Weg. Löschen wäre die andere Geste, und die bereue ich, sobald ich das Wort am Schalter wieder brauche.
Ich archiviere langsam. Ein Wort, das ich dreimal laut und richtig hatte, an verschiedenen Tagen. Nicht zwanzig an einem Sonntag, weil ich den Stapel „aufräumen“ will.
Wann es bekannt ist
Der Beispielsatz war draußen. In der Sprachgruppe oder allein, nicht nur in deinem Kopf. „Ich kenne es“ beim Wischen ist der Knopf dazu, und er lügt, wenn du ihn aus Ungeduld drückst. Dann kommt die Karte zu spät wieder, oder sie gilt als bekannt und fehlt, wenn du sie brauchst. Lieber noch einmal. Noch einmal ist kein Makel. Es ist der Abstand, den SRS meint: ein Tag, drei, sieben, dreißig, neunzig. Bekannte Wörter haben diesen Weg schon hinter sich.
Wenn du unsicher bist, lass die Karte im Stapel. Unsicher und archiviert ist ein Loch.
Das Archiv ist kein Friedhof
Du kannst zurückholen, was du zu früh weggelegt hast. Ein Wort aus der Arbeit, das plötzlich wieder fehlt, kommt aus dem Archiv in den Stapel, mit demselben Satz. Nicht neu tippen, wenn es noch da ist. Karteikarten sind geduldig. Deine Aufräumlaune ist es nicht. Deshalb nicht alles archivieren, was sich leicht anfühlt. Leicht am Montag kann am Telefon am Dienstag weg sein.
Die fällige Zahl im Widget sinkt, wenn du ehrlich archivierst. Sie soll sinken, weil die Karten sitzen, nicht weil du den Zähler schönen willst. Ein schöner Zähler mit leerem Mund ist die alte Lüge.
Was im Stapel bleibt
Alles, was du diese Woche umschrieben hast. Alles mit einem Laut, der noch kippt. Alles, dessen Satz du nicht ohne Blick auf die Karte schaffst. Das sind keine bekannten Wörter, auch wenn die Übersetzung leicht aussieht. Aktuelle Lernwörter auf dem Widget dürfen genau diese sein. Drei bis sieben. Der Rest der Sammlung bleibt in der App, unsichtbar auf dem Schirm, sichtbar im Stapel, solange er fällig ist.
So findest du das Archiv: bekannte Wörter. Wie die Abstände arbeiten: SRS.
Einmal in der Woche, nicht jeden Abend
Fünf Karten ansehen, die du seit einem Monat ohne Stocken sagst. Archiv, wenn der Satz wirklich sitzt. Dann aufhören. Nicht den halben Stapel, weil das Widget eine hohe Zahl zeigt. Die hohe Zahl ist Arbeit, kein Schmutz. Acht davon heute laut. Der Rest morgen. Bekannte Wörter sind der kleine Haufen am Rand, nicht das Ziel, den Stapel leer zu bekommen. Leer ist kein Deutsch. Leer ist ein aufgeräumtes Gerät.
Ich hole manchmal eine Karte zurück, die ich zu früh weggelegt habe. Das ist kein Rückschritt. Das ist der Satz, der am Schalter gefehlt hat. Zurück in den Stapel, einmal laut, dann die normalen Abstände. Nicht sofort wieder archivieren, nur damit die Zahl klein bleibt. Die Zahl darf wachsen, wenn der Mund Lücken hat. Sie darf sinken, wenn der Satz sitzt. Beides ist der gleiche Knopf, nur an verschiedenen Tagen. Karteikarten verzeihen diese Korrektur. Ein gelöschtes Wort verzeiht sie nicht, weil du es erst neu anlegen musst, oft ohne den alten Beispielsatz. Fünf Karten in der Woche, nicht fünfzig. Der Rest bleibt fällig und wird gesagt. Acht heute, laut genug, dass du dich hörst. Der schöne Zähler kann warten.
DeutschSprechen lässt bekannte Wörter aus dem Weg gehen, ohne sie zu verlieren. Den Beweis lieferst du mit dem Satz, nicht mit dem Knopf allein.