DeutschSprechen

Dieselben Abstände, auch wenn der Name anders klingt

Spaced Repetition

Spaced Repetition ist ein trockener Name für eine einfache Regel. Die Karte kommt wieder, kurz nachdem du sie fast vergessen hättest. In DeutschSprechen sind die Abstände fest: ein Tag, drei, sieben, dreißig, neunzig. Karteikarten, Wischen, noch einmal oder ich kenne es. Fällige Wörter zuerst. Keine Quizshow, die dich fürs Öffnen belohnt.

Ich merke mir die fünf Zahlen. Den Rest muss ich nicht theoretisch finden. Der Stapel am Abend ist die Theorie.

Noch einmal ist der normale Knopf

Du hast den Satz erkannt und nicht gesagt. Noch einmal. Du hast die Übersetzung gewusst und den Mund nicht aufgemacht. Noch einmal. Ich kenne es nur, wenn der Beispielsatz draußen war. Wer den Knopf aus Ungeduld drückt, schiebt die Karte in einen Abstand, den der Kopf nicht trägt. Dann fehlt das Wort am Schalter und du glaubst, die Methode sei kaputt. Die Methode hat geglaubt, was du gewischt hast.

Spaced Repetition lügt nicht. Das Wischen lügt, wenn du es eilig hast. Acht Karten, ehrlich, schlagen vierzig optimistische.

Neue Wörter hinter den fälligen

Das Widget zeigt die Zahl. Über zwanzig: heute keine neuen. Unter fünf: zwei neue, mit Satz, laut. Fällige Wörter sind die Schuld, die sich lohnt. Neue sind Vorsätze. Vorsätze auf einen vollen Stapel legen ist der Grund, warum Leute SRS hassen. Sie hassen nicht die Abstände. Sie hassen den Berg, den sie selbst aufgeschüttet haben.

Bekannte Wörter, die wirklich sitzen, ins Archiv. Damit die Zahl sinkt, weil der Satz da ist, nicht weil du den Zähler schönen willst.

Ein Abend

Widget. Acht fällige. Zwei laut. Eine eigene Karte nur, wenn die Zahl klein ist und dir heute ein Wort gefehlt hat. Dann zu. Nicht die Statistik ansehen, ob du „effizient“ warst. Effizient ist der Satz in drei Tagen wieder, und du sagst ihn. Karteikarten sind geduldig. Ein Marathon am Sonntag ist es nicht. Der Abstand von neunzig Tagen ist für Wörter, die sitzen. Der von einem Tag ist für die, die heute gewackelt haben. Beides ist derselbe Stapel.

Die längere Herleitung steht schon: Abstände. Die Karten selbst: Üben.

Die fünf Zahlen reichen

Spaced Repetition mit mehr Theorie wird ein Vortrag. Ein, drei, sieben, dreißig, neunzig. Noch einmal, wenn der Mund gefehlt hat. Ich kenne es, wenn er da war. Fällige Wörter zuerst. Das ist der ganze Apparat. Den Namen auf der Packung musst du nicht sagen. Die Karte musst du sagen.

Wenn du eine Woche weg warst, hol nicht den ganzen Rückstand an einem Abend. Acht. Der Rest morgen. Die Abstände sind nicht beleidigt. Sie warten. Neue Wörter in dieser Woche besonders sparsam, zwei, höchstens, und nur mit einem Satz, den du laut gemacht hast. Ich kenne es bleibt selten, bis der Satz wirklich sitzt. Lieber noch einmal und in drei Tagen wieder da, als bekannt und am Telefon weg. Das Widget zeigt die fällige Zahl, nicht deine Disziplin. Lies die Zahl. Mach eine Handvoll. Geh. Spaced Repetition ist dann unsichtbar, und unsichtbar ist gut. Sobald du die Methode erklärst, statt die Karte zu sagen, hast du den Abend an die Erklärung verloren. Acht Sätze. Zwei davon laut. Der Rest ehrlich gewischt. Morgen dasselbe. Die fünf Zahlen arbeiten, während du etwas anderes tust. Das ist der Punkt. Nicht die Tabelle. Der Mund in drei Tagen. Acht Karten heute, zwei laut, keine neuen, wenn die Zahl hoch ist. Die fünf Abstände arbeiten weiter, auch wenn du früher zumachst. Noch einmal ist erlaubt. Ich kenne es erst nach dem Satz. Morgen wieder hinsehen, nicht nachrechnen.

DeutschSprechen legt die Karte in diesen Abstand. Spaced Repetition bleibt diese Wiederkehr. Du entscheidest nur, ob der Satz draußen war.